Traumabehandlung


Eine psychische Traumatisierung ("seelische Verletzung") sind einschneidende Erlebnisse, die unsere normalen Bewältigungsstrategien übersteigen. Die Folge ist eine massive Stressreaktion, die mit einer psychischen, körperlichen und sozialen Verunsicherung einhergeht.

 

Symptome können z.B. wieder kehrende Bilder (i.S. von heftigen Erinnerungen), Ängste, Schuldgefühle, die Vermeidung von Situationen, die an das Trauma erinnern, Unruhe, innere Anspannung und körperliche Übererregung sein. 

 

Eine gezielte Behandlung unterstützt Sie mit verschiedenen Methoden dabei, sich wieder zu stabilisieren, das Erlebnis zu verarbeiten und den Alltag zu bewältigen. Unter anderen werden dabei Verfahren zur Ressourcenstärkung, imaginative Verfahren und EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) eingesetzt. 

 

 

Im Wesentlichen gliedert sich die Behandlung in 3 Phasen:

  1. Stabilisierung: hier geht es darum, Methoden zu erlernen, die eigenen Gefühle zu regulieren, ein inneres Sicherheitsgefühl entwickeln zu können sowie mit überflutenden Traumaerinnerungen, Ängsten und Alpträumen umgehen zu lernen.
  2. Traumakonfrontation: nachdem eine ausreichende Stabilisierung erfolgt ist, kann eine Traumabearbeitung erfolgen. Das Ziel ist es, die Erfahrungen zu verarbeiten, sodass keine überschießenden Gefühle oder andere Symptome zu einer Belastung führen. 
  3. Integration: hier geht es einerseits um die Akzeptanz, dass die Erlebnisse nicht mehr rückgängig zu machen sind, wodurch oftmals auch die Trauer darüber Raum bekommt. Andererseits geht es auch um den Aufbau von neuen Lebensperspektiven und den Neubeginn im Alltag zu unterstützen.